Hinter dem Wort Titanpfanne stecken unterschiedliche Bauarten. Bei manchen beschichteten Pfannen ist Titan nur ein Zusatz in der Antihaftbeschichtung aus PTFE. Bei anderen ist die Kochfläche selbst aus Titan und hat keine Beschichtung. Um diese zweite Bauart, die Titan-Bratpfanne ohne Beschichtung, geht es hier, am Beispiel unserer Titanium Pro: woran du sie erkennst, wie du darin brätst, wie du sie pflegst und wo ihre Grenzen liegen.
- Bauart: Titan steckt bei manchen Pfannen als Zusatz in einer PTFE-Beschichtung, bei anderen bildet es die Kochfläche selbst. Ohne Beschichtung ist nur die zweite Bauart.
- Braten: Heize die Pfanne vor, bis ein Wassertropfen perlt und gleitet. Gib dann etwas Öl oder Fett dazu und lass das Bratgut liegen, bis es sich löst.
- Werkzeug und Pflege: Metallwender sind erlaubt. Die Titanium Pro ist spülmaschinengeeignet, wir empfehlen die Handwäsche.
- Grenze: Die Titanfläche verringert das Anhaften, eine Antihaftbeschichtung ist sie nicht. Lässt du das Vorheizen oder das Fett weg, kann das Bratgut anhaften.
Ist eine Titanpfanne beschichtet?
Das hängt von der Bauart ab, und der Produktname verrät sie nicht immer. Entscheidend ist, woraus die Fläche besteht, auf der das Bratgut liegt.
Titan in der Antihaftbeschichtung
Beschichtete Pfannen tragen meist eine von zwei Beschichtungen: Keramik oder PTFE, einen fluorierten Kunststoff, den viele unter dem Markennamen Teflon kennen. Manche Hersteller geben der PTFE-Beschichtung Diamantstaub, Titan oder Keramikpartikel bei, um sie widerstandsfähiger zu machen. Steht Titan im Namen einer solchen Pfanne, bleibt sie trotzdem eine PTFE-Pfanne. PTFE gehört zur grossen Gruppe der PFAS, der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen.
Kochfläche aus Titan ohne Beschichtung
Bei der zweiten Bauart liegt das Bratgut direkt auf Titan. Bei unserer Titanium Pro ist diese Kochfläche gehämmert, hat keine Beschichtung und ist frei von PFAS, PTFE und PFOA.
Aus Titan ist dabei nur die Kochfläche, nicht die ganze Pfanne. Bei der Titanium Pro liegt sie auf einem mehrschichtigen Körper mit Edelstahl, der die Pfanne induktionstauglich macht. Titan selbst ist nicht magnetisch: Eine Pfanne ganz aus Titan würde auf einem Induktionskochfeld nicht heiss.
So testest du eine Titanpfanne selbst
Vier Proben zeigen dir, welche Bauart vor dir steht, ob die Pfanne auf Induktion funktioniert und wann sie bereit zum Braten ist.
| Probe | Du brauchst | Das Ergebnis zeigt |
|---|---|---|
| Materialangabe lesen | Verpackung oder Produktseite | ob die Kochfläche aus Titan ist oder Titan nur im Namen steht |
| Kochfläche ansehen | kein Hilfsmittel | nicht schwarz heisst: keine PTFE-Beschichtung |
| Magnet an den Boden halten | einen Magneten | haftet er, hat der Boden eine Schicht für Induktion |
| Wassertropfen in die heisse Pfanne | etwas Wasser | perlt und gleitet er, ist die Pfanne vorgeheizt |
- Materialangabe lesen. Steht dort «Kochfläche aus Titan» und «ohne Beschichtung», oder steht Titan nur im Produktnamen? Suchst du eine Pfanne ohne Fluorchemie, achte auf «PTFE-frei», «frei von PFAS» oder «fluorfrei». Die Angabe «PFOA/PFOS-frei» schliesst nur zwei von über 10'000 Fluorchemikalien aus. So beworbene Pfannen sind in der Regel mit PTFE beschichtet.
- Kochfläche ansehen. Eine PTFE-Beschichtung ist immer schwarz, eine Keramikbeschichtung häufig hell. Ist die Kochfläche nicht schwarz, ist sie also nicht mit PTFE beschichtet. Eine helle Fläche kann aber eine Keramikbeschichtung sein, die Materialangabe gehört deshalb immer dazu. Bei unserer Pfanne siehst du gehämmertes Titan.
- Magnet an den Boden halten. Auf Induktion braucht der Pfannenboden eine magnetische Schicht. Bleibt ein Magnet am Boden haften, ist sie vorhanden. Titan und Aluminium allein reichen dafür nicht, deshalb steckt im Körper der Titanium Pro Edelstahl. Auch das Induktionssymbol auf dem Boden hilft: eine Drahtspule in einem Quadrat.
- Wassertropfen in die vorgeheizte Pfanne geben. Heize die leere Pfanne vor und gib einen Tropfen Wasser hinein. Perlt er und gleitet über die Fläche, ist sie bereit. Dahinter steckt der Leidenfrost-Effekt: Der Tropfen schwebt auf einem Polster aus Wasserdampf. Perlt er noch nicht, heizt du weiter vor.
Ob die Kochfläche aus reinem Titan besteht, zeigt keine der vier Proben. Das verrät dir nur die Materialangabe. Wie stark das Bratgut anhaftet, merkst du beim ersten Braten. Das Vorgehen steht unter Richtig braten in fünf Schritten.
Vorteile und Nachteile im Küchenalltag
Die Stärken der Titanium Pro liegen beim scharfen Anbraten und bei der Pflege.
Vorteile
- Ohne Beschichtung: Die Kochfläche ist frei von PFAS, PTFE und PFOA. Eine Beschichtung, deren Antihaftwirkung mit den Jahren nachlässt, hat sie nicht.
- Metallwender erlaubt: Pfannenwender, Zange und Schwingbesen aus Metall darfst du verwenden. Die Titanfläche widersteht Kratzern.
- Für hohe Hitze: Die Pfanne ist für das Braten und kontrollierte Anbraten bei hohen Temperaturen ausgelegt, etwa für Steak.
- Herd und Backofen: Sie funktioniert auf Gas, Induktion, Elektro und Ceran und ist backofengeeignet.
- Rostfrei: Anders als Guss- und Schmiedeeisen rostet sie nicht.
Nachteile und Grenzen
- Keine Antihaftbeschichtung: Ohne Vorheizen und etwas Öl oder Fett kann das Bratgut anhaften.
- Geduld beim Wenden: Wendest du zu früh, kann das Bratgut noch haften. Warte, bis es ausreichend angebraten ist.
- Metallgriff: Der Griff ist aus Metall und wird im Backofen heiss. Fasse ihn dort nur mit Topflappen an.
Richtig braten in fünf Schritten
Für die Titanium Pro gelten zwei Grundregeln: kurz vorheizen und etwas Öl oder Fett verwenden.
- Vorheizen. Stelle die leere Pfanne auf den Herd und heize sie kurz vor.
- Bereitschaft prüfen. Mach die Wasserprobe von oben. Perlt der Tropfen und gleitet er über die Fläche, ist die Pfanne bereit.
- Öl oder Fett dazugeben. Wenig Öl mit hohem Rauchpunkt reicht, etwa raffiniertes Bratöl. Schimmert es, kann das Bratgut hinein. Bis zum Rauchen erhitzt du das Öl nie.
- Einlegen und liegen lassen. Lege das Bratgut ein und bewege es zunächst nicht. Sobald es ausreichend angebraten ist, löst es sich in der Regel von selbst von der Fläche.
- Wenden und fertig garen. Wende mit einem Metallwender. Du kannst das Gericht im Backofen fertig garen, ohne die Pfanne zu wechseln.
Reinigen und pflegen
Die Titanium Pro ist spülmaschinengeeignet. Für den Alltag empfehlen wir die Handwäsche:
- Auskühlen lassen: Pfannen mit einem Körper aus mehreren Schichten vertragen Temperaturschocks weniger gut. Lass die heisse Pfanne deshalb abkühlen, bevor kaltes Wasser darankommt.
- Abwaschen: Für die Titanfläche reichen etwas Spülmittel und ein Schwamm.
Titan, Edelstahl, Gusseisen oder beschichtet?
Die eine Pfanne, in der vom Pfannkuchen bis zum Steak alles gleich gut gelingt, gibt es nicht. Viele haben deshalb mehrere Pfannen im Schrank. Eine Pfanne mit Titan in der Beschichtung gehört in der Tabelle zur Zeile PTFE.
| Pfanne | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|
| Titanfläche ohne Beschichtung | Metallwender erlaubt, spülmaschinengeeignet, rostfrei, ohne PFAS und PTFE | vorheizen und etwas Fett empfohlen, keine Antihaftbeschichtung |
| Edelstahl | langlebig, problemlos in der Spülmaschine | keine Antihaftwirkung, braucht etwas Erfahrung |
| Guss- und Schmiedeeisen | scharfes Anbraten, gute Wärmeleitung und Wärmespeicherung | schwer, rostanfällig, muss eingebrannt werden, nicht für Saures |
| PTFE-beschichtet | fettarmes Braten, beständig gegen Säuren | kratzempfindlich, kein Metallwender, Antihaftwirkung lässt nach 3 bis 5 Jahren nach, zersetzt sich ab 360 °C |
| Keramik-beschichtet | Antihaftwirkung, je nach Hersteller bis etwa 400 °C erhitzbar | etwas Fett nötig, Antihaftwirkung 1.5 bis 2.5 Jahre, nur Handwäsche |
Titanpfanne oder Edelstahlpfanne?
Die Titanium Pro heizt du wie eine Edelstahlpfanne vor dem Braten kurz vor. Der Unterschied liegt in der Kochfläche: Edelstahl hat keine Antihaftwirkung, die Titanfläche verringert das Anhaften. Edelstahl steckt auch in der Titanium Pro, im mehrschichtigen Körper. Das Bratgut liegt aber auf Titan.
Titanpfanne oder Antihaftpfanne mit PTFE?
Die Titanfläche hat keine Beschichtung und verträgt Metallwender. Eine PTFE-Beschichtung ist dagegen sehr kratzempfindlich: Metallwender beschädigen sie, ihre Antihaftwirkung lässt nach 3 bis 5 Jahren nach, und ab 360 °C zersetzt sie sich.
Titanpfanne oder Keramikpfanne?
Eine Keramikpfanne hat eine Antihaftbeschichtung, zum Anbraten braucht sie aber etwas Fett. Ihre Antihaftwirkung hält je nach Verwendung 1.5 bis 2.5 Jahre, und sie gehört nicht in die Spülmaschine. Die Titanfläche hat keine Beschichtung, die nachlassen kann.
Für wen sich eine Titanpfanne lohnt
Sie passt zu dir, wenn du
- oft scharf anbrätst, zum Beispiel Steak,
- gern mit Pfannenwender und Zange aus Metall arbeitest,
- eine Pfanne ohne Beschichtung suchst,
- auf Induktion kochst oder die Pfanne auch im Backofen nutzen willst.
Die Titanium Pro passt weniger, wenn du ohne Vorheizen loslegen möchtest. Pfannen mit Antihaftbeschichtung führen wir in unserer Kategorie Pfannen & Töpfe.
Die Titanium Pro im Überblick
Unsere Titanium Pro gehört zur Bauart mit Kochfläche aus Titan ohne Beschichtung.
- Kochfläche: Titan, gehämmert, ohne Beschichtung, frei von PFAS, PTFE und PFOA
- Körper: mehrschichtig, mit Edelstahl für Induktion
- Grösse: 26 oder 28 cm Durchmesser, Höhe ca. 5.5 cm, mittelhoher Rand
- Griff: Metallgriff, vernietet
- Herdarten: Gas, Induktion, Elektro, Ceran, backofengeeignet
- Pflege: spülmaschinengeeignet, Handwäsche empfohlen, rostfrei
- Ausführungen: Gold Edition oder Silver Edition, jeweils mit oder ohne Glasdeckel
Welche Grösse passt?
Als Richtwert gilt: 26 cm für 1 bis 2 Portionen oder 2 bis 3 Eier, 28 cm für 2 bis 3 Portionen oder 4 bis 5 Eier.
Pfanne und Schneidebrett im Set
Das Titan Pro Duo ist ein Set aus einer Titan-Bratpfanne in 26 oder 28 cm und einem Schneidebrett aus Titan. Das Brett gibt es in drei Grössen, von 30 × 20 cm bis 45 × 30 cm.
BratpfanneTitanium ProTitanfläche ohne Beschichtung, 26 oder 28 cm, Gold oder Silver Edition
SetTitan Pro DuoTitan-Bratpfanne und Schneidebrett aus Titan
Häufige Fragen
Enthält eine Titanpfanne PFAS oder PTFE?
Das hängt von der Bauart ab. Steckt Titan nur als Zusatz in einer PTFE-Beschichtung, enthält die Pfanne PTFE, und PTFE gehört zu den PFAS. Die Titanium Pro hat keine Beschichtung und ist frei von PFAS, PTFE und PFOA. Achte beim Kauf auf «PTFE-frei» oder «frei von PFAS», «PFOA/PFOS-frei» allein genügt nicht.
Braucht eine Titanpfanne Öl?
Ja, etwas Öl oder Fett gehört dazu, denn die Titanfläche ist keine Antihaftbeschichtung. Wenig Öl mit hohem Rauchpunkt reicht, etwa raffiniertes Bratöl. Erhitze es nie bis zum Rauchen.
Warum klebt das Bratgut in der Titanpfanne?
Meist fehlt es an Hitze oder Öl. Heize vor, bis ein Wassertropfen perlt und gleitet, gib etwas Öl dazu und lass das Bratgut liegen, bis es sich löst. Wendest du zu früh, haftet es noch.
Muss man eine Titanpfanne einbrennen?
Für die Titanium Pro gelten vor jedem Braten zwei Schritte: kurz vorheizen und etwas Öl oder Fett dazugeben. Eingebrannt werden Eisenpfannen, damit sich eine Patina als Antihaftschicht bildet.
Funktioniert eine Titanpfanne auf Induktion?
Ja, wenn ihr Boden eine magnetische Schicht hat. Titan selbst ist nicht magnetisch, deshalb steckt im Körper der Titanium Pro Edelstahl. Sie eignet sich für Induktion, Gas, Elektro und Ceran. Ein Magnet zeigt es dir: Bleibt er am Boden haften, ist die Schicht vorhanden.
Darf man in einer Titanpfanne Metallwender verwenden?
Ja, wenn die Kochfläche aus Titan ist und keine Beschichtung hat. Bei der Titanium Pro darfst du Pfannenwender, Zange und Schwingbesen aus Metall verwenden. Steckt Titan dagegen nur in einer PTFE-Beschichtung, beschädigen Metallwender die Beschichtung.
Darf eine Titanpfanne in die Spülmaschine?
Die Titanium Pro darf es, sie ist spülmaschinengeeignet. Wir empfehlen trotzdem die Handwäsche. Lass die heisse Pfanne zuerst abkühlen, danach reichen etwas Spülmittel und ein Schwamm.
Kann eine Titanpfanne in den Backofen?
Die Titanium Pro ist backofengeeignet. Du kannst also auf dem Herd anbraten und im Ofen fertig garen, ohne die Pfanne zu wechseln. Der Griff ist aus Metall und wird im Ofen heiss, fasse ihn mit Topflappen an.
Fazit
Titan im Produktnamen verrät noch nicht, ob eine Pfanne beschichtet ist. Achte deshalb auf die Angaben «Kochfläche aus Titan» und «ohne Beschichtung». Die Titanium Pro verlangt etwas Vorbereitung: kurz vorheizen, etwas Öl oder Fett dazugeben, das Bratgut liegen lassen, bis es sich löst. Dafür gibt es keine Beschichtung, die sich abnutzen kann. Sie verträgt Metallwender, scharfes Anbraten und den Backofen.